Putzen, Räumen, Hausbetreuung im Burgenland – Betriebe, Kosten, Müll & Grünschnitt
Foto: Corradox, CC BY-SA 3.0

Gelsen im Seewinkel und am Neusiedler See: Garten und Haus schützen

Nach Hochwasser und warmen Tagen schwärmen sie aus. Großflächig lässt sich wenig machen, im eigenen Garten aber einiges: stehendes Wasser ist der Schlüssel.

Gelse auf einer Haut Foto: Erik_Karits / Pixabay
Kurz gesagt

Rund um den Neusiedler See und im Seewinkel gibt es nach Regen und Überflutungen viele Gelsen. Das Land Burgenland finanziert seit 2017 ein Gelsenmonitoring mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Im eigenen Garten hilft vor allem eines: kein stehendes Wasser in Gießkannen, Untersetzern und offenen Regentonnen. Dazu Fliegengitter und Moskitonetz.

Wer im Seewinkel, in Podersdorf, Illmitz oder Apetlon wohnt, kennt die Abende im Juni: Kaum ist die Sonne weg, sind sie da. Die Lacken und Feuchtwiesen rund um den See sind Lebensraum für viele Tierarten – und eben auch für Gelsen.

Warum gibt es im Seewinkel so viele Gelsen?

Gelsen legen ihre Eier in stehendes Wasser oder auf feuchten Boden, der später überflutet wird. Nach starkem Regen und Hochwasser schlüpfen viele Larven gleichzeitig. Im Nationalpark-Gebiet ist das natürlich und lässt sich nicht einfach abstellen.

Der Neusiedler See und sein SchilfgürtelVideo: NPNeusiedlerSee auf YouTube · Erst beim Abspielen gehen Daten an YouTube (Google), mehr dazu im Datenschutz.

Was das Land macht

Das Land Burgenland finanziert seit 2017 ein Gelsenmonitoring gemeinsam mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Dabei werden Arten und Mengen erfasst, auch mit Blick auf Krankheitserreger. Großflächige Bekämpfung in Schutzgebieten ist umstritten; Naturschutzorganisationen wie der WWF sprechen sich dagegen aus, weil sie auch andere Insekten und die Nahrungskette trifft.

Was hilft im Garten gegen Gelsen?

Ein Teil der Gelsen im Wohngebiet schlüpft im eigenen Garten oder beim Nachbarn. Schon ein Untersetzer mit Wasser reicht für eine Brut.

  • Regentonnen mit Deckel oder feinem Netz abdecken
  • Gießkannen, Eimer und Schubkarren umdrehen
  • Blumenuntersetzer wöchentlich ausleeren
  • Dachrinnen frei halten, damit kein Wasser steht
  • Vogeltränken und Hundenäpfe alle paar Tage frisch füllen
  • Planschbecken nach dem Baden leeren oder abdecken
Gelse auf einem grünen BlattFoto: jggrz / Pixabay
Tagsüber ruhen Gelsen im Grünen, aktiv werden sie in der Dämmerung.

Im Haus

Fliegengitter an Fenstern und Terrassentüren sind die wirksamste Maßnahme – im Herbst halten sie auch Stinkwanzen draußen. Ein Moskitonetz über dem Bett hilft im Schlafzimmer. Ventilatoren auf der Terrasse halten Gelsen ebenfalls fern, weil sie schwache Flieger sind.

Für verstopfte Dachrinnen, in denen Wasser steht, gibt es Betriebe für Hausbetreuung. Bei Ferienwohnungen gehört der Blick auf Untersetzer und Regentonnen zum Gästewechsel – mehr dazu im Artikel über Gästewechsel in der Ferienwohnung.

Passend dazu: Wespennest am Haus, Marder am Dachboden und Ameisen im Haus.

Häufige Fehler

  • Offene Regentonne den ganzen Sommer stehen lassen
  • Wasser im Untersetzer „für die Pflanzen“ stehen lassen
  • Auf Ultraschallgeräte vertrauen – ihre Wirkung ist nicht belegt
  • Insektizide im Garten versprühen, die auch Bienen treffen

Häufige Fragen

Warum gibt es im Seewinkel so viele Gelsen?

Lacken, Feuchtwiesen und Überflutungsflächen bieten ideale Brutplätze, besonders nach Regen und Hochwasser.

Wird im Burgenland gegen Gelsen gespritzt?

Das Land finanziert seit 2017 ein Monitoring mit der Vetmeduni Wien. Großflächige Bekämpfung in Schutzgebieten ist umstritten.

Was hilft im eigenen Garten?

Kein stehendes Wasser: Regentonnen abdecken, Untersetzer leeren, Gefäße umdrehen.

Wann sind die meisten Gelsen unterwegs?

In der Dämmerung und nachts, besonders nach warmen, feuchten Tagen.

Helfen Fliegengitter?

Ja, sie sind im Haus die wirksamste Maßnahme.

Quelle: Land Burgenland / Veterinärmedizinische Universität Wien: Gelsenmonitoring; WWF Österreich; abgerufen 12.10.2026

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